Essbarer Waldgarten in Halle (Saale)

In Halle werden für jeden frei zugängliche essbare Waldgärten angelegt. Orte zum Ausruhen und Aktiv werden, zum Lernen, Forschen und Wissen vermitteln, zum Naschen und Ernten.

Das ganze Jahr hindurch können die Hallenser in die Waldgärten gehen und verschiedenste Pflanzen ernten: Früchte, Beeren und Nüsse, Knollen- und Wurzelgemüse, grünes Blattgemüse bis in den Winter hinein, Kräuter zum Würzen und für Tees ... alles frisch und nach Bedarf geerntet, auf dem Weg vom Arbeitsplatz nach Hause, beim Wochenendspaziergang oder beim regelmäßigen Besuch des „Patenbeetes“.

Eine Bank lädt ein zum Verweilen, vielleicht die gerade reifen Stachelbeeren probierend oder Bienen und Schmetterlinge beobachtend. Aufgestellte Tafeln informieren den Besucher, welche Pflanzen gerade wie nutzbar sind und welche Funktionen sie im Ökosystem erfüllen ...

 


Die Idee der essbaren Waldgärten in der Stadt kann als ZUKUNFTSMODELL dienen. Sie zeigt, dass auf Grün-, Brach- und Erholungsflächen in den Städten Nutzpflanzen anstelle der rein dekorativen Pflanzen kultiviert werden können. Beeren- und Nusssträucher an Spielplätzen, Obst-, Nussbäume und Kräuter in Parks, Kräuter-, Gemüsepflanzen und essbare Blumen in den Blumenkübeln der Innenstadt – überall in der Stadt können nutzbringende grüne Oasen entstehen.

Den Menschen wird ein anderer Bezug zu ihrer Nahrung ermöglicht. Als Gegenpol zur allein konsumierenden Supermarktkultur rückt hier die Entstehung von gesunder Nahrung wieder stärker in den Blick der Städter – und das quasi im Vorübergehen!